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Wird hier von "schwedischen Isbar" gesprochen, sind immer die originalen Silverudds Blue gemeint 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Martin Silverudd hat seine Rasse reinerbig für grüne Eierschalenfarbe erzüchtet !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beim Verkäufer unbedingt umfassend über seine Tiere informieren! Vorsicht bei "Sonderangeboten"!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine reelle Zucht von originalen Silverudds Blue ist sehr zeitaufwendig und schwierig! Eier in einen Brutkasten legen, kann jeder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über Infos zu "originalen Isbar" freue ich mich natürlich ebenso

 

 

 

 

 

 

 

Rassebeschreibung


Isbarhahn in splash.Isbarhahn in splash.Vorab:

Silverudds Blue (original Silverudds Blå) sind keine anerkannte Rasse. Der schwedische Verein "Kulturhönsföreningen"  bemüht sich jedoch um die Erhaltung und Zucht von Silverudds Blue und registriert Züchter, erkennt Zuchtlinien an und führt Stammbäume. 

Die nachfolgende Beschreibung ist eine Sammlung von Informationen von schwedischen und deutschen Züchtern und um meine persönlichen Erfahrungen ergänzt. Sie erhebt daher keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

 

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Infos zur aktuellen Namensverwirrung

Bereits 20 Jahre vor der Erzüchtung der Silverudds Blå erschuf Martin Silverudd eine andere Grünleger-Rasse, die aufgrund ihrer Federfarbe -weiß mit goldener/silberner Sperberung ( barred = gesperbert) "Isbar" genannt wurde. Die Silverudds Blå übernahmen den Namen für viele Jahre, da die originalen Isbar als "Rasse" fast verloren ging. Seit ihrer Verbreitung in Deutschland werden die Silverudds Blå daher auch "schwedische Isbar" genannt. Vor einigen Jahren hat nun aber der schwedische "Kulturhönsföreningen" ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen um die "originalen Isbar" als Rasse wieder zu reaktivieren. Die Silverudds Blå mussten daher den Namen "Isbar" wieder an die ursprünglich so genannte "Rasse" abtreten und man beschloss in 2016 sie ihrem Schöpfer Martin Silverudd zu Ehren offiziell "Silverudds Blå" (Silverudds Blaue) zu nennen. Eventuell wegen der sprachlichen Barrieren aber auch der schriftlichen mit dem schwedischen "Blå" ( å = Tastenkombination ALT + 134) werden sie im internationalen englischsprachigen Raum oft "Silverudds Blue" genannt, was sich in Deutschlands ebenfalls ein Stück weit etabliert hat.

Mir persönlich ist beides recht aber grundsätzlich viel zu lang und da keine andere von Martin Silverudd erzüchteten Rasse seinen Namen trägt, möge man es mir nachsehen, wenn ich die Silverudds Blå/Blue im Folgenden einfach nur noch vereinfacht "Silverudds" nenne.

 

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Entstehung

Silverudds Blå / Silverudds Blue wurden in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts von einem schwedischen Pfarrer namens Martin Silverudd für die schwedische Eierproduktion erzüchtet. Er wollte eine Hühnerrasse schaffen, die mit ihrer Legeleistung mit den Hybriden konkurieren können und gleichzeitig die Vorteile eines Rassehuhnes aufweist, wie z.B. die Reproduzierbarkeit und Vitalität. Sein Ziel war es die Legeleistung weiter zu optimieren, nur wollte er die Zucht auch ohne Fallnestkontrolle betreiben können. Daher züchtete er eine Rasse die reinerbig für die grüne/blaue Eierschalenfarbe ist und bei der jede Henne eine individuelle (grüne/blaue) Eierfarbe legen sollte. Deshalb ist das Farbspektrum der Eier bei den Silverudds so ungewöhnlich groß und reicht von hellem türkis bis dunklem moosgrün. Die Hähne sind daher äußerst interessant für die "Bunt- und Grünleger-Zucht", sofern sie wirklich homozygot (reinerbig) sind. Die Reinerbigkeit für grüne Eierschalenfarbe ist ein wichtiges ursprüngliches, rassespezifisches Merkmal -welches daher erwartet werden darf und doch leider nicht automatisch vorausgesetzt werden kann- und das bei Vermischung mit nicht reinerbig grünlegenden Tieren automatisch verloren geht (siehe unten "Der Preis der Silverudds"!). Den Ursprung für das blaue Gefieder der Silverudds vermutet man bei den Australorp, die grüne/blaue Eierschalenfarbe stammt vermutlich von den Cream legbar.

Leider verstarb Silverudd 1986 bevor er Standards für seine "Rasse" festlegen konnte, so dass sich die verschiedenen Zuchtlinien bis heute in ihren Merkmalen relativ stark unterscheiden können. 

 

 

Rassemerkmale 

 

Diese in Deutschland noch seltenen aber sich, wegen ihrer fantastischen Eigenschaften, wachsender Beliebtheit erfreuenden Hühner, haben aufgrund ihrer ursprünglichen Verwendung eine hervorragende Legeleistung von 250 - 280 Eiern im Jahr,Eier von Silverudds Eier von Silverudds  die 45-60g wiegen und in vielen wunderschönen Grün- und Blautönen variieren können. Ihr einzigartiges Farbsprektrum reicht von hellen, pastellen Grün- und Blautönen bis hin zu kräftigem, dunklem Oliv- und Moosgrün. Aufgrund ihrer Robustheit und Kälteunempfindlichkeit stellen Hahn und Hennen ihre „Arbeit“ auch im Winter nicht so schnell ein. Die Hennen weisen wenig Bruttrieb auf, um die gewünschte Legeleistung erlangen zu können und sind daher für die "kleine Selbstversorgung" noch interessanter. Diese aktiven Futtersucher sind aufgeschlossen und freundlich und werden leicht zahm. Die bekannte gute Resistenz gegenüber der marek'schen Lähmung ist mir von schwedischen Züchtern als bekannt bestätigt worden. Die Hähne werden für ihre gute, ganzjährige Befruchtungsleistung geschätzt. Ich habe sie außerdem als extrem tolerant und nicht aggressiv gegenüber Menschen, anderen Hähnen und auch Küken erlebt. Die mir bekannten Hähne krähen angenehm dumpf und vergleichsweise leise. Die Küken sind auffallend agil, vital und befiedern schnell. Sie sind sehr selbstbewusst und neugierig und daher dem Menschen schnell zugänglich.

Henne in blauHenne in blauDie Gefiederfarbe der Silverudds Blå/Blue ist, wie der Name schon sagt, blau. Dieses spaltet sich bei Verpaarung mit blau in wiederum blau, schwarz und splash (schmutzigweiß). Bereits bei den Küken erkennbar, können diese 3 Farben auftreten.  Besonders die Hähne können bisweilen Gold oder Silber im Gefieder, vor allem an Hals und Sattel haben. Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen, die splashfarbenen oder schwarzen Tiere als "fehlfarbig" zu bezeichnen. Da es sich um keine anerkannte Rasse handelt, die auf Ausstellungen einem Standard entsprechen muss, darf man sich an den 3 Farbvariationen erfreuen. Die Tiere haben schöne grünfarbige Läufe, die je nach Federfarbe dunkler oder heller sein können. Sie tragen einen Einfachkamm und werden für ihre meist sehr dunklen "Knopfaugen" geschätzt. Die Hennen wiegen ca. 1,5 kg, die Hähne ca. 2 kg. Eventuell liest man, dass es eine leichte und eine schwere Variante gibt. Weitere Informationen hierzu sind allerdings nirgends zu finden, ich schätze daher, dass hier die "allgemeine Unterschiedlichkeit" der einzelnen Zuchtlinien gemeint ist. 

 

 

Der Kauf von Silverudds/schwedischen Isbar

 

Aus Erfahrung weiß ich, dass es unter Umständen einiges an Mühe und Geduld erfordert diese Hühner anzuschaffen, da es sie nicht gerade wie "Sand am Meer" gibt und man beim Kauf besonders gut aufpassen muss um nicht am Ende Mixe zu haben. Ebenfalls aus Erfahrung kann ich sagen: Alle Mühe lohnt sich!

Die Entwicklung keine "Industrie-Eier" mehr essen zu wollen, sondern mit einem kleinen Hühnerbestand eigene Eier im Garten zu produzieren, hat sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt und hält weiterhin an. Gerade die bunten Eier sind dabei besonders beliebt (nicht nur bei Kindern). Wer grüne Eier haben möchte, aber nicht auf Mixe oder die bekannten Grünleger(-Hybriden) von Geflügelhändlern zurückgreifen will, hat bei den Rassehühnern nur eine geringe Auswahl. Die Legeleistung der Araucana wird mit 180 Eiern/Jahr angegeben, die der Silverudds mit 250-280 Eiern/Jahr. Die Silverudds haben daher (und sicherlich aufgrund ihrer anderen positiven Eigenschaften) in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg in Sachen Beliebtheit erfahren und es hat sich eine große "Fangemeinde" gebildet. Ihr Status als nicht anerkannte Rasse, macht sie allerdings für (Ausstellungs-) Züchter nicht wirklich interessant (was -wie ich finde- wiederum all ihren guten Eigenschaften nur Zugute kommt und gern so bleiben kann, da die Zucht dadurch nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild beschränkt wird!). Es gibt daher wenige Züchter, die sich mit der "Rasse Silverudds Blå" beschäftigen, was auch an den spärlichen, verstreuten Informationen über diese Hühner liegen mag. Dabei sind Information, in diesem Fall gerade zur Genetik doch das Allerwichtigste für einen guten Züchter (ein Ei in einen Brüter legen, kann jeder).

 

Dieses Informationsproblem soll allerdings mithilfe dieser Informationsseite behoben werden. 

  

Der Preis der Silverudds 

 

Preise richten sich generell nach Angebot und Nachfrage. Natürlich haben seltene Rassen ihren Preis, vor allem wenn die Beliebtheit steigt, das wird soweit jeder verstehen. Darüber dass solche Marktsituationen gewisse Risiken bergen, sollte sich ebenfalls jeder im Klaren sein. Wer sich also für diese Rasse interessiert, sollte beim Kauf -auch von Eiern - ein sehr "wachsames Auge" haben. Oft lassen sich Mischlinge natürlich schon an der Gefiederfarbe erkennen, da die Silverudds nur blau, schmutzigweiß (splash) oder schwarz fallen können. Blau, grün und kupfer tritt im Gefieder von echten Silverudds nicht auf. Ein weiteres gut erkennbares Merkmal der "echten Silverudds" sind die grünen Läufe, da diese durch Fremdeinkreuzung meist durch orange oder stahlblaue ersetzt werden. Das Grün selbst kann unterschiedlicher Ausprägung sein. Es kann von hellem grün bei splashfarbigen Tieren  bis hin zu grün-schwarz  bei schwarzen Tieren reichen. Silverudds tragen einen Einfachkamm. Mehr Merkmale für das Aussehen sind nicht definiert und - dank unterschiedlicher Linien- kann z.B. die Größe und Form der Hühner variieren. Daher ist es notwendig sehr genau hinzuschauen, um originale ("reinrassige") Silverudds von Mixen unterscheiden zu können, für die der gängige Preis von 3,00 bis 5,00 Euro pro Brutei wohl kaum gerechtfertigt wäre.

Ein untrügliches Zeichen für "echte" Silverudds Blå/Blue sehe ich in der Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe (ein ursprüngliches Zuchtziel, das als wesentliches Merkmal dieser Rasse erwartet werden darf), da diese Reinerbigkeit  bei Einkreuzung (von nicht-reinerbig grünlegenden Hühnern) automatisch (erstmal) verloren geht. Was zur Folge hat, dass die Hähne (und Hennen) nicht mehr ausschließlich grüne Eier vererben und daher die Hennen auch nicht mehr ausschließlich grüne Eier legen!  Ich habe daher zu Beginn meiner Zuchtarbeit alle meine Tiere auf ihre Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe getestet (als erste und einzige Zucht in Deutschland!), denn wie ich immer wieder feststelle, werden Tiere als "reinrassig" verkauft und die Vererbung der grünen Eierschalenfarbe als Rassemerkmal vorausgesetzt und versprochen, obwohl sie genetisch überhaupt  nicht vorliegt (und somit auch keine "Reinrassigkeit"!). Die (meisten) "Züchter" machen sich nicht die Mühe zu überprüfen was sie eigentlich verkaufen und so bleibt die Spalterbigkeit unbemerkt in der Zucht erhalten.

 

An dieser Stelle eine persönliche Anmerkung:

Für Tipps, Empfehlungen und Kontakte zu Silverudds Blue bin ich jederzeit dankbar! (Meine emailadresse findet man unter Kontakt) Ebenso beantworte ich gern alle Fragen von Interessierten zu diesen tollen Hühnern. Ich selbst habe mir natürlich ein kleines, aber ständig wachsendes Verzeichnis mit Kontakten zu Züchtern u.Ä. und Informationen über deren Linien angelegt. Da mich sehr viele Leute fragen, wo sie "echte Silverudds" (oder Bruteier) herbekommen können, kann ich so manchmal einen (öffentlich gemachten) Kontakt vermitteln oder Informationen zu Züchtern/Zuchten geben. Züchter können sich ebenfalls gern bei mir melden und nach Kontakten fragen oder mir ihre Daten geben. Am Besten gleich mit der Angabe welche Informationen ich weitergeben darf und welche nicht. Mein Verzeichnis ist natürlich ausschließlich für mich und wird an keiner Stelle veröffentlicht werden.  

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