by Nina Kühn

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Die Silverudds-Blå-Informations-Seite

Als ich Anfang 2016 mit Cream Legbar meine ersten, gescheiterten Versuche machte an Olivleger zu kommen, die dann aufgrund fehlender Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe bzw. Reinrassigkeit doch nur Braunleger waren, wurde ich in internationalen Foren auf die in Deutschland noch recht unbekannten Silverudds Blue aufmerksam, denen man Reinerbigkeit in diesem Merkmal nachsagte.

Die Informationen, die zu finden waren, waren äußerst spärlich, die meisten auf Englisch oder Schwedisch (was ich nicht spreche und Google Übersetzer im Übrigen auch nicht wirklich).

Also sammelte ich Informationen und trat auch mit der Kulturhönsföreningen, dem schwedischen Zuchtverein in Kontakt, trug alles zusammen und machte die Infos mit dieser Seite erstmals 2017 allen zugänglich und aktualisiere und erweitere seit dem laufend.

Meine Zucht der Silverudds Blå und Olivleger

Meine Zucht von Silverudds Blå

Seit 2016 halte ich Silverudds im meinem Garten. Ich importierte von Züchtern aus Schweden verschiedene Linien, die im Zuchtbuch der Kulturhönsföreningen eingetragen sind und stellte mir diese zu zwei Linien zusammen, mit denen ich seitdem eine kleine Zucht betreibe, in der seit 2018 alle Zuchttiere auf ihre Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe getestet sind. Der Nachweis der Reinerbigkeit erfolgte per Gentest, der in 2018 auf meine Bemühungen hin entwickelt worden ist.

Ich betreibe mit meinen Tieren eine weitgehend autarke Linienzucht. Eine Hinzunahme fremder Tiere wäre natürlich nicht nur für die Reinerbigkeit für die grüne Eierschalenfarbe meiner Zucht eine potentielle Gefahr und wird nur gut überlegt vorgenommen. Da ich auf Tiere anderer Linien aber grundsätzlich immer neugierig bin, kann es durchaus -je nach Platz- immer vorkommen, dass ich mir blutsfremde Tiere anschaue und auf potentielle Eignung als Ergänzung für meine Zucht prüfe.

In 2019 trat ich dem schwedischen Zuchtverein Kulturhönsföreningen bei und ließ eine meiner Zuchtlinien anerkennen. Sie ist als eine von 3 Linien in Deutschland (Stand 11/19) im Zuchtbuch eingetragen.

Meine Zucht zielt vor allem auf die Leistungsfähigkeit der Rasse, was Legeleistung und Vitalität angeht. Außerdem von besonderer Wichtigkeit ist für mich der freundliche und liebenswerte Charakter dieser klugen und unerschrockenen Tiere. Das Aussehen, solange das charakteristische, äußerst hübsche Äußere der Silverudds erhalten bleibt, ist in meiner Zucht zweitrangig. Ebenso bei Rassehühnern definierte „Fehler“. Sie sind für mich nicht relevant, solange die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Nach dem sofortigen Ausmerzen des rezessiven und ungewollten Braunlegergenes in meiner Zucht, werde ich kurzfristig Augenmerk auf Aufdeckung und Ausmerzung der rezessiven Wildfarbe legen, wie die Kulturhönsföreningen in ihrem Vereinsmagazin empfiehlt. Langfristig wird weiterhin die Legeleistung und ihre Erfassung einen Großteil meiner züchterischen Arbeit ausmachen.

Meine Olivleger Zucht

Olivleger sind keine Rasse, der Name ist vielmehr eine tatsächliche Merkmalsbeschreibung. Ein Olivleger ist nicht mehr als ein Huhn, dass olive Eier legt. Es sollte aber auch nicht weniger sein. Die olive Eierschalenfarbe mit allen ihren Schattierungen, kommt durch das Zusammenwirken der grün/blauen Schalenfarbe mit der durch einen farbigen Überzug wirkenden dunkelbraunen Schalenfarbe der vorallem Marans aber auch der z.B. Welsumer oder Penedesenca. Ist eines der Elterntiere allerdings in diesen Merkmalen spalterbig, entsteht nur theoretisch ein Olivleger, da dem Tier eventuell eines der zwei entscheidenden genetischen Merkmale fehlt. Ich habe dies zu Anfang meiner Hühnerzucht mit Cream legbar und auch mit Lavender Araucana erfahren müssen, deren Nachkommen statt dem ersehnten Oliv leider ein schnödes Braun gelegt haben.

Dies hat mich vermutlich letztlich motiviert einen Gentest für das Grün-/Blaugen entwickeln zu lassen, um solche Fehlschläge schon im Vorfeld vermeiden zu können.

Olivleger sind also spalterbig für ihre namensgebenden Eigenschaften, da ihre Eltern im Optimalfall jeweils reinerbig für die rassebedingte Eierschalenfarbe sind und können als olivlegende nicht weitervermehrt werden sondern spalten in der nächsten Generation in ihren Merkmalen auf.

Es werden zwar Tiere angeboten, die reinerbig sowohl für die grüne als auch für die dunkelbraune Schalenfarbe sein sollen, so dass die oliven Eier weitervererbt werden könnten, diese Reinerbigkeit ist allerding eine eher theoretische, auf Wahrscheinlichkeiten beruhende und wie man vereinzelt hört nicht immer vorliegende.

Der besonderen Faszination der oliven Eierschalenfarbe mit allen ihren Variationen, die neben wunderschönen Oliv- und Grüntönen auch Grau- und Rosavarianten beinhalten kann, ist die Enttäuschung entgegenzustellen, die ein braunes oder beiges Ei auslöst, nachdem man eine Henne ausgebrütet und ein gutes halbes Jahr aufgezogen und sich ebenso um alle ihre Brüder gekümmert und gesorgt hat, um dann nicht die erwartete oder zumindest gewünschte farbige Sensation zu erhalten, sondern schnödes Braun. Um diesem zu entgehen, arbeite ich an der ersten Rasse, die tatsächlich die olive Eierfarbe mit allen ihren spannenden Farbnuancen zuverlässig vererbt, also reinerbig ist für die grün/blaue Eierschalenfarbe und einige der verantwortlichen Gene für die dunkelbraune Eierschalenfarbe. Dieses wird voraussichtlich in 2021 erstmals erreicht werden.

Schwedische Isbar

Ideal für Selbstversorger! Anfängergeignet!
Besonders interessant für Fans von "bunten Eiern".

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