by Nina Kühn

Von: Nina Kühn | Datum: | Kategorie:

Automatische Erfassung der Legeleistung

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Das ist schnell herausgefunden. Ein Kennerblick genügt. Aber wem das nicht reicht, wer auch die Leistung, speziell die Legeleistung, um die es bei Hühnern in der Wirstschaftszucht ja geht, beurteilen will, hat es schwer. Ein Griff ins Huhn...lässt eine Prognose, eine Vermutung der künftigen Leistung zu, mehr nicht. Fragt man manche Hobbyhalter, so legen die Damen stets "jeden Tag ein Ei"...365 Eier im Jahr, eine doch recht subjektive Zahl, wie mir scheint. In Wirklichkeit ist die Legeleistung sehr schwer subjektiv zu beurteilen und noch schwerer objektiv: zu zählen. Wer immer die gleiche Gruppe Damen im Stall hat, kann übers Jahr zumindest einen Durchschnitt bilden. Okay, das zeichnet ein Gesamtbild z.B. der Rasse. Aber in dem Moment wo eine gewisse Fluktuation herrscht, durch Zukäufe, Opfer von Beutegreifern, Verkäufe etc. ist es schon nicht mehr sehr aussagekräftig. Und ein Durchschnitt sagt natürlich nur etwas über die gesamte Gruppe aus, nicht über einzelne Hennen. Wer ist denn nun aber die fleißigste Legerinn? Wer unter dem Durchschnitt? Keine Ahnung?!? Ein Fallnest schafft Klarheit. Wird die Henne nach Betreten des Nestes in diesem eingesperrt, kann sie anschliessend mit dem Ei zusammen aus dem Nest befreit werden. Der Vorteil ist eine klare Henne-Ei-Zuordnung. Der Nachteil liegt auf der Hand; vor allem für Berufstätige: Die Henne sitzt u.U. den halben Tag eingesperrt im Nest. Ein unhaltbarer Zustand, praktisch kaum durchführbar. Zumal dadurch eine große Menge Nester benötigt wird. Wie also die Leistung der einzelnen Henne ermitteln? Da ich auf diese Frage auch keine Antwort wußte, die Notwendigkeit aber für meine Zucht der Silverudds Blå aber durchaus gesehen habe, habe ich die Entwicklung einer automatischen Legeleistungserfassungs-Einheit, einem "Eierzähler" angestoßen. Die Hennen, ausgestattet mit Fußringen mit integriertem Microchip/Transponder, gehen durch das "Portal" ins Legenest (Familiennest) und werden mit ihrer indiviuellen Nummer vom Programm erfasst, die Daten ausgewertet und bereitgestellt. Im Grunde wars das schon. Die besten Legerinnen können so ganz einfach ermittelt werden, wie auch die schlechtesten. Das macht weitere Zuchtentscheidungen ganz einfach; auf der Grundlage konkreter Zahlen! "Gibt es schon!", werden einige schreien, die sich ebenfalls mit diesem Thema befasst haben. Stimmt. Aber: Das System, das bereits als Fallstudie für den Betreiber eines Mobilstalles zur automatischen Leistungserfassung seiner Legehennen konzipiert wurde, bewegt sich preislich im Rahmen von ca. 3.000 EUR, in Worten "dreitausend" Euro. Nicht wirklich in dem Bereich, den ich als Hobbyzüchter interessant finde. Ebenso hat natürlich die Firma Lohmann ähnliche Systeme für ihre "Produktion" aber auch dies nützt mir persönlich wenig. Also bedarf es weiterhin eines Systems für den "Otto-Normal"-Hühnerzüchter" wie mich. Viele haben sich daran bereits versucht, wie meine Recherchen gezeigt haben, denn das Interesse an der notwendigen konkreten Erfassung der Legeleistung scheint groß zu sein. Also habe ich einen PROTOTYPEN zur automatischen Erfassung der Legeleistung nun einige Zeit sehr erfolgreich getestet und es geht nun an die (Serien-) Produktion. image003_1.jpg Der aktuelle Schritt dorthin besteht aus dem "Erfühlen" der Nachfrage. Einige Interessierte, Zuchtvereine und -Verbände, sowie der Wissenschaftliche Geflügelhof haben sich bei mir schon Informationen zu diesem Gerät eingeholt und ihr grundsätzliches Interesse bekundet. Je größer das Interesse, desdo größer die Auflage, desdo niedriger die Produktionskosten und damit der Kaufpreis. Wer also Interesse hat, schreibt mich gern an. Wer Fragen hat, erstrecht. Sprecht mit euren Zuchtfreunden, sprecht mit euren Vereinen, teilt diesen Beitrag, macht es Publik. Vielleicht lohnt eine Anschaffung für die Vereinzuchtanlage zu Testzwecken? Sagt mir Bescheid und ich gebe alle Informationen, Wünsche und Anregungen an die entsprechende Firma weiter, damit hier ein Produkt ganz speziell für den ambitionierten Geflügel(-hobby)züchter geschaffen werden kann, dass es so vorher nicht gab. Es kann zum jetzigen Zeitpunkt von einem Kaufpreis von 200-300 Euro ausgegangen werden, wobei ich das System zur Zeit in einer Gruppe von 9 Hennen im Einsatz habe und es hierfür absolut ausreichend ist. Ich freue mich, von jedem einzelnen zu hören und bin sehr auf die Resultate und eure Anregungen gespannt!

P.S. Die "Eierlegeliste" zeigt übrigens die Leistung meiner Maransdamen und zweier Olivleger in den letzten 20 Tagen. Welches mögen wohl die Olivleger sein? ;-)

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Besonders interessant für Fans von "bunten Eiern".

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